Freitag, 13. Dezember um 19 Uhr
Feldgeschworene und Landmesser im Weschnitztal – Hintergründe zu den
Gemarkungen im Weschnitztal - Bild-Vortrag mit Georg Frohna
Die Initialzündung für die Besiedelung des Weschnitztals geht auf Karl
den Großen zurück. Er schenkte im Jahr 795 dem Kloster Lorsch die
Waldmark Heppenheim, etwa vergleichbar mit dem heutigen Kreis Bergstraße.
Bis in das Jahr 1012 gab es die Waldmark Heppenheim. Danach begann durch
den Machtverfall des Klosters Lorsch eine beispiellose Zerstückelung der
Territorialgrenzen. Im Hochmittelalter war auf engstem Raum ein
politischer Flickenteppich. Hauptkontrahenten waren die Erzbischöfe von
Kurmainz und die Fürsten der Kurpfalz ebenso die Grafen zu Erbach und
die Freiherren von Wambolt-Umstadt. Die Grenzlinien wurden mit
Grenzsteinen genau markiert.
Adlige und Wohlhabende, die es sich leisten konnte, ließen mächtige
Grenzsteine aufstellen, die mit dem ihremFreitag, 13. Dezember um 19 Uhr
Feldgeschworene und Landmesser im Weschnitztal – Hintergründe zu den
Gemarkungen im Weschnitztal - Bild-Vortrag mit Georg Frohna
Die Initialzündung für die Besiedelung des Weschnitztals geht auf Karl
den Großen zurück. Er schenkte im Jahr 795 dem Kloster Lorsch die
Waldmark Heppenheim, etwa vergleichbar mit dem heutigen Kreis Bergstraße.
Bis in das Jahr 1012 gab es die Waldmark Heppenheim. Danach begann durch
den Machtverfall des Klosters Lorsch eine beispiellose Zerstückelung der
Territorialgrenzen. Im Hochmittelalter war auf engstem Raum ein
politischer Flickenteppich. Hauptkontrahenten waren die Erzbischöfe von
Kurmainz und die Fürsten der Kurpfalz ebenso die Grafen zu Erbach und
die Freiherren von Wambolt-Umstadt. Die Grenzlinien wurden mit
Grenzsteinen genau markiert.
Adlige und Wohlhabende, die es sich leisten konnte, ließen mächtige
Grenzsteine aufstellen, die mit dem ihrem Hoheitszeichen den Umfang
ihres Besitzes auswiesen. Es durften nur ausgewählte Personen Steine
setzen, die angesehen und verschwiegen sein mussten – sogenannte
Feldgeschworene. Sie waren festen Regeln unterworfen.
In seinem Vortrag: „Feldgeschworene und Landmesser im Weschnitztal“
lässt der Geopark-Vor-Ortbegleiter Georg Frohna ‑ in der Alten Schule in
Bonsweiher am Freitag, 13. Dezember um 19 Uhr ‑ den Wandel der
Territorialgrenzen vorbei ziehen. Spannend erzählt er in seinem mit
Bildern und Karten bespickten Vortrag, wie sich die Kartographie
entwickelte und es möglich war Land horizontalisch auszumessen und
Grenzpunkte auf Karten zu vermarken. Diese Aufgabe übernahmen die
Landmesser oder Geometer auf sogenannten „Risskarten“.
Die Jahreszahlen auf vielen Grenzsteinen im Weschnitztal sind nicht
identisch mit dem Jahr ihrer Aufstellung, sondern mit dem Jahr ihrer
Erfassung und Veröffentlichung auf Karten. Noch heute folgen die
aktuellen Gemarkungsgrenzen den alten Steinreihen auf „horizontalischen
Risskarten“ und lassen sich im Gelände erkennen.
ORT Bonsweiher Alte Schule, Edertalstr. 48 -Eingang von der
Rückseite
Veranstalter Kultur- und Museumsverein Bonsweiher in Kooperation
mit dem Geopark-Vor-Ort-Team Weschnitztal
Weitere Infos:
www.gvo-weschnitztal.blogspot.de